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4. April, 2022

Wohnungen 16 Prozent teurer

Eine Neubauwohnung kostet durchschnittlich 6480 Euro, Bestand 4616 Euro pro Quadratmeter. Preisexplosion auch bei Baugrund: Grundstückspreise legen um 36 Prozent zu.

Bernhard Schreglmann – Salzburger Nachrichten, 26.03.2022

Der ohnehin seit Jahren im Aufwind befindliche Salzburger Immobilienmarkt hat im vergangenen Jahr mit einem ordentlichen Sprung beim Preisniveau noch einmal zugelegt. Das geht aus einer Detailanalyse aller im Grundbuch des Salzburger Bezirksgerichts verbücherten Transaktionen hervor, die jährlich vom Immobilienbüro Hölzl & Hubner vorgenommen wird und den SN exklusiv vorliegt.
Demnach hat sich die Zahl der Transaktionen um 16 Prozent auf 3592 erhöht. Davon entfallen allerdings rund 1000 auf Park- und Garagenplätze, die seit 2014 extra ausgewiesen werden müssen. Doch auch ohne diese Parkplätze wäre die Zahl um sechs Prozent gestiegen, sagt Wolfgang Maislinger von Hölzl & Hubner. Den größten Anteil  hatten Wohnungen (gebraucht und neu) mit zusammen 50 Prozent, der Rest verteilt sich auf Parkplätze, Häuser, Grundstücke und gewerbliche Immobilien. […]

Das gesamte Transaktionsvolumen am Bezirksgericht Salzburg ist 2021 um 19,5 Prozent gestiegen. „Ohne die Parkplätze zeigt sich hier ein stark steigendes Preisniveau“, erklärt Maislinger. „Das Transaktionsvolumen bei den Grundstücksverkäufen ist um 50 Prozent gestiegen, für Neubauwohnungen wurde um 37 Prozent mehr Geld ausgegeben, für Bestandswohnungen um 32,1 Prozent“. Vom Gesamtumsatz entfallen 50 Prozent auf Wohnungen, 20 Prozent auf Häuser und 17 Prozent auf gewerbliche Immobilien. Preistreiber waren in erster Linie die Baulandpreise, die sich signifikant erhöhten. Der Durchschnittspreis für Bauland (größer als 300 Quadratmeter, mehr als 300 Euro Kaufpreis pro Quadratmeter) über alle Katastralgemeinden erhöhte sich pro Quadratmeter um rund 36 Prozent auf 1347 Euro. […]

Dieser Entwicklung folgen natürlich auch die Wohnungspreise, wo es zu signifikanten Preissteigerungen gekommen ist. Insgesamt wurden im Vorjahr 1779 Wohnungen (plus 14 Prozent), 530 neue Wohnungen (plus 85 Objekte) und 1249 gebrauchte Wohnungen (plus 133). „Die durchschnittlichen Preise stiegen dabei beträchtlich an, sowohl im Bestands- als auch Wohnungsneubaumarkt“, rechnet Maislinger vor: „Eine Neubauwohnung kostete 2021 im Durchschnitt 6480 Euro, gegenüber 5605 noch im Jahr zuvor. Das ist eine prozentuale Steigerung um 15,6 Prozent.“ Bei den Bestandswohnungen kam es zu einer Preissteigerung um 12,4 Prozent von 4106 auf 4616 Euro. Bemerkenswert: In der Statistik sind auch die von den Gemeinnützigen gebauten Neubauwohnungen enthalten. […]

Einfamilienhäuser sind zwar gefragt, der Markt schrumpft aber kontinuierlich , damit steigen die Preise. 2021 wurden 263 Häuser inklusive Reihenhäusern und Doppelhaushälften verkauft, was einen Rückgang von minus 17,3 Prozent bedeutet. Der durchschnittliche Verkaufspreis stieg allerdings erneut: Waren 2020 durchschnittlich rund 866.000 Euro zu bezahlen so waren es im vergangen Jahr  bereits durchschnittlich  1,03 Millionen Euro für ein Haus. […]

Seit 1986 (Basiswert: 100) erstellt Hölzl & Hubner aus den grundbücherlichen Daten den Salzburger Immobilien-Index SIX. Er berechnet sich aus der Zahl der Kaufverträge, dem Transaktionsvolumen, den durchschnittlichen Baulandpreisen und den durchschnittlichen Preisen für neue und gebrauchte Wohnungen. Für 2021 ergibt der SIX einen Wert von 846 Punkten, das ist ein Zuwachs von 20 Prozent gegenüber 2020. […]

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