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19. Oktober, 2021

Der Gewerbemarkt ist derzeit in einem Stand-by-Modus

In Salzburg gibt es kaum mehr Flächen für produzierende Betriebe. Abhilfe ist nicht in Sicht. „Man vergrault die Betriebe“

Auf dem Büromarkt in Salzburg herrscht derzeit eine gewisse Stand-by-Phase. Einige Projekte seien derzeit im Bau, werden aber erst ab 2023 fertiggestellt, sagt Wolfgang Maislinger vom Immobilienbüro Hölzl & Hubner: „Es sind derzeit keine neuen großen Flächen auf dem Markt.“ Allerdings gebe es noch Flächen, etwa im Wissenspark in Urstein. Das seien aber Restflächen, auch in Bau befindliche Objekte seien in der Regel schon vergeben. 2023 rechnet der Experte in der Stadt Salzburg mit rund 20.000 neuen Quadratmetern Bürofläche plus 10.000 weiteren Quadratmetern im Jahr 2024. Diese entstehen vor allem im Bereich Salzburg-Nord, konkret in der Vogelweiderstraße sowie 5000 Quadratmeter in den zwei Projekten „824“ und „Bierbrunnen“ in der Münchner Bundesstraße. Dazu kommt noch das Projekt „Helix“ beim Europark, wo weitere 8000 Quadratmeter Büroflächen entstehen. […]

Grundsätzlich hätten die Salzburger Firmen ihre Büroflächen im Wesentlichen gehalten, „es ist nichts Größeres zurückgekommen“. Größere Pleiten habe es bisher nicht gegeben und umfangreiche Umstrukturierungen in den Firmen seien erst in Gang. „Ich erwarte aber, dass einige Firmen die eigenen Büros überdenken und neue Konzepte und damit auch eine andere Flächennutzung entwickeln werden“, sagt Maislinger. Stichwort: Homeoffice.
Auch die Geschäftsflächen hinken noch hinterher: „Es wurden noch keine größeren neuen Flächen vermietet.“ Manche stünden wegen Corona frei, auch in der Altstadt, die noch nicht wirklich neu aufgefüllt wurden. „Das wird noch dauern, wahrscheinlich erst, wenn der Städtetourismus retour ist.“ Neue Anfragen gebe es hingegen in der Gastronomie, die sei eher schon wieder optimistisch. […]

International verzeichnen Logistikimmobilien einen wahren Boom und stehen deshalb bei Investoren ganz oben auf der Wunschliste. In Salzburg ist das ganz anders. „Neue Logistikimmobilien gehen gegen null“, sagt Maislinger. “Die Speditionen suchen händeringend nach neuen Objekten. Wir verzeichnen wöchentlich Anfragen.“ Objekte gibt es aber nicht, maximal Restflächen, die sind in der Regel aber keine Logistikflächen mit einer entsprechenden Infrastruktur. […]

Selbst produzierende Betriebe haben in Salzburg heute ein Problem, Flächen zu finden. „Es gibt Firmen, die wollen expandieren, da reden wir von 10.000 bis 30.000 Quadratmetern und 200 Arbeitsplätzen. Selbst für die gibt es keine Flächen“, betont Maislinger. „Ich wüsste keine Gemeinde, die 20.000 Quadratmeter zur Verfügung hätte.“ Dabei könnten solche Betriebe Regionen wie den Lungau stärken: „Aber dazu müsste die öffentliche Hand diese Betriebe fördern, das würde Wertschöpfung erzeugen.“ So aber vergraule man produzierende und heimische Betriebe. „Für die macht man nichts mehr.“

Salzburger Nachrichten, 16.10.2021
Bernhard Schreglmann

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